Waldkindergarten Lichtenstern Ritten

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wie es dazu kam

Im Sommer 2012 habe ich, Ingrid Mair, erfahren, dass Ute Mayr, zwei Jahre älter als ich und ebenfalls Mutter einer Tochter, auf dem Ritten einen Waldkindergarten gründen möchte. Ich war sofort begeistert, wir setzten uns zusammen, erarbeiteten eine Idee und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Ort. Diesen fanden wir in Lichtenstern auf dem Grundstück vom „Haus der Familie“ und Gerhard stellte uns den Wald und einen Raum als Unterkunft bei sehr schlechter Witterung zur Verfügung. (Diesen haben wir bis heute vielleicht fünf mal aufsuchen müssen!)

wie_es_dazu_kamUte kam aus der Wirtschaft und ich aus der Psychotherapie – wir hatten nicht vor, in dem Kindergarten selber zu arbeiten und so suchten und fanden wir Leander, einen Pädagogen aus Österreich, der unsere Idee ebenfalls toll fand und auch schon Erfahrung mit Sommer- Waldkindergarten-Wochen mitbrachte. Leider teilten unseren Enthusiasmus erstmal nicht viele Menschen und an zwei Infoabenden kamen nur wenige und vor allem kritische Interessierte!

Es sah also ganz danach aus, dass wir im Herbst 2013 nur mit unseren drei Kindern starten würden. Da wurde Ute sehr überraschend krank und konnte nicht mit uns starten, da sie ihre Therapie in Amerika begann.

wie_es_dazu_kam2Und wir haben ernsthaft überlegt, ob wir überhaupt beginnen sollen … Aber die tiefe Überzeugung, ein wirklich tolles Projekt zu starten, ließ uns anfangen – Leander und mich, mit unseren zwei, manchmal drei Kindern. Bis in den Winter hinein trafen wir uns 5 x die Woche von 8.30 – 11.30 Uhr im Wald – ich war meistens mit dabei, einfach, damit die Kinder einen „Spielkameraden“ mehr hatten …

Mit Ute waren wir in einem ständigen Emailaustausch, sie war auch diejenige, die das Projekt finanziell unterstützte. Nur einmal kam sie mit in den Wald, es war der Geburtstag ihrer Tochter im Dezember. Ute verstarb im Februar und neben der Trauer war wieder die Frage – machen wir weiter? Wir machten weiter, reduzierten auf drei Tage die Woche und beschlossen, ehrenamtlich weiter zu arbeiten.

Andre mit Kinder

Zudem luden wir die Menschen ein, einfach mal vorbeizukommen, d.h. jeder Interessierte konnte teilnehmen, Fragen stellen, sich ein Bild von dem Wald- Alltag machen. Und wirklich! Es kamen interessierte Eltern mit Kindern – und denen, die kamen, gefiel es! Daneben boten wir je einen Tag der offenen Tür im Herbst, Winter und Frühling an.
Zur Sommerwoche meldeten sich bereits 12 Kinder an und im Herbst 2014 sind wir mit 10 Kindern gestartet! Wir treffen uns wieder 5 x die Woche von 8 – 12 Uhr. Wir finden es wichtig, dass die Kinder in der Familie essen und wollen kein „Aufbewahrungsort“ sein.
Und wenn v.a. kleine Kinder im Winter 3 – 4 Stunden draußen sind, reicht das völlig aus! Wir haben ein Tipi aufgestellt und wenn es regnet, sind wir v.a. da drinnen!

unser tagesablauf

Wir treffen uns auf dem Parkplatz und gehen dann gemeinsam den kleinen Hang hoch bis zu unserem Waldplatz.

Meistens setzen sich die Kinder dann erstmal hin und essen! Die Kinder bringen vegetarische Jausen mit, viel Obst und Rohkost, Brot und Nüsse. Dann gilt die meiste Zeit dem freien Spiel im Wald. Immer wieder gibt es Angebote, passend zur Jahreszeit oder zu einem bestimmten Thema, an denen die Kinder teilnehmen können. Fester Bestandteil ist die „Geschichtenzeit“ am Ende, bei der eine Geschichte erzählt oder vorgelesen wird, Lieder gesungen oder Fingerspiele gemacht werden. Danach werden die Rucksäcke wieder gepackt, die Kinder laufen den Hang hinunter (ebenfalls schon fast ein Ritual!) und werden wieder abgeholt.

warum wald?

Der zugrunde liegende Gedanke von Waldkindergärten besteht darin, den Wald als Erfahrungs- und Erlebnisraum zu nutzen. Die Kinder erkunden die Natur, wodurch Kreativität, Selbstwahrnehmung und Achtsamkeit gefördert werden. Sie erleben die vier Elemente und den Wechsel der Jahreszeiten über alle Sinne, spielen mit Naturmaterialien, können ihren natürlichen Bewegungs- drang stillen und üben sich im respektvollen Umgang mit Pflanzen, Tieren und Menschen.
Wir haben in den letzten zwei Jahren mit unseren Kindern sehr positive Erfahrungen gemacht: Im natürlichen Umfeld üben sie sich täglich in ihren motorischen Fähigkeiten und in der sozialen Interaktion. Dabei können sie ohne äußere Ablenkung ihren echten Bedürfnissen nachgehen und sich frei entfalten.

Waldkindergarten - danke für eure hilfe

unser anliegen

Ganz konkret bitten wir um eine finanzielle Spende! Da wir keine finanzielle Unterstützung vom Land bekommen, sind wir auf Spendengelder und Elternbeiträge angewiesen. Letztere möchten wir aber nicht zu hoch ansetzen, (im Moment zahlen die Eltern zwischen 150 und 200 Euro im Monat) damit sich jede Familie den Besuch unseres Kindergartens leisten kann. Bisher haben wir vor allem ehrenamtlich gearbeitet, was aber keine Dauerlösung sein kann.

Bei vier Gehältern zu ca. 800 Euro netto würden wir ca. 50.000 Euro im Jahr brauchen. Eine (tolle!) Idee wäre natürlich ein fixer Betrag über mehrere Jahre, so eine Art Patenschaft für unser Projekt.

Aber das muss nicht sein, wir sagen danke-herz für jede Spende!

Spende über dieses Formular

waldkindergarten-12aUnser Projekt ist das erste seiner Art in Südtirol und mittlerweile hat es einen landesweiten Bekanntheitsgrad erreicht.

Für weitere Infos oder Fragen stehen wir gerne zur Verfügung:
Adresse:
Lichtenstern
39054 Oberbozen
Telefon Ingrid 349 802 57 55 ⋅ André 340 879 38 25 ⋅ Ruth 338 732 78 75
E-Mail ingrid.mair@gmx.net /  http://www.waldkinder.it

 

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